Oktober 2016 Eifel

Eifeltour vom 27. Oktober 2016 - 04. November 2016


Donnerstag, 27. Oktober 2016

Es ist Herbst, das Wetter  ist gut – Zeit für eine nächste Tour. Es geht diesmal nicht ganz so weit weg, trotzdem wird es ganz bestimmt sehr interessant werden. Die Fahrt soll durch die Eifel gehen, entsprechende Ziele zum Anfahren sind herausgesucht. Die letzten Vorbereitungen treffen und noch ein bisschen arbeiten. Am Abend gegen 20.00 h, da geht es los. Der Tacho der Ape zeigt beim Start den Kilometerstand von 62.449.

 

Das kleine Bienchen hat schon ganz schön viele Flugstunden hinter sich. Ermüdungserscheinungen sind glücklicherweise nicht erkennbar. Es wäre schön, wenn es noch sehr lang so bleiben würde.

Bis zum ersten Ziel, das Monschau sein soll, sind es etwa 150 Kilometer zu fahren. Da ich es, wie immer mit der Ape, sehr gemütlich angehen lasse, wird dieses Ziel heute auf keinen Fall erreicht werden. Um kurz vor Mitternacht überkommt mich in Höhe von Gereonsweiler die Müdigkeit. Das liegt bei Linnich und ist nicht weit entfernt von Monschau. Die paar Kilometer könnte man noch fahren, aber wozu ? Wenn man nur von vorn nach hinten umsteigen braucht zum Schlafen und nicht erst eine Unterkunft suchen muss, dann sollte man bei Müdigkeit erst recht kein Risiko eingehen.

Gesagt, getan. Ab ins Bett. Wilde 97 Kilometer habe ich in knapp 3.5 Stunden geschafft. Ganz schön beachtlich ! Mehr rumklüngeln geht kaum...


Freitag, 28. Oktober 2016

Es ist 08.30 Uhr. Beim Blick auf die Uhr schrecke ich hoch. Es ist ja schon fast mittags ! Heckklappe aufreißen, frische Luft rein und checken wo meine Biene für die erste Übernachtung eigentlich gelandet ist.

Ich hatte schon bessere Übernachtungsstellen, will mich aber nicht beklagen. Es hat heute Nacht nur zu einem Aschenplatz zwischen einem hässlichen, würfelähnlichen, kaum mit Fenster belegten Neubau zur einen Seite und einer noch hässlicheren Bruchbude auf der anderen Seite gereicht - es war aber ruhig.



Nach dem Frühstück geht es dann weiter nach Monschau. Ich bin immer wieder beeindruckt von meiner manchmal geringen Kilometerleistung in unendlich langer Zeit. Ape fahren entschleunigt wirklich. Ich erwische mich oft dabei, dass die Tachonadel noch nicht einmal die Zahl 30 erreicht. Hinten das Lämpchen an, gemütlich durch die Gegend schauen, die Langsamkeit genießen und bei zwischendurch unbeabsichtigten 40 km/h einen Schrecken bekommen, weil plötzlich alles an der Ape nur so vorbeifliegt. Also wieder runter vom Gas. Irgendwann erreiche ich meine Ziele rückwärts...


Gegen Mittag ist das erste Ziel dieser Tour erreicht - Monschau. Mein Bienchen war hier schon mal vor längerer Zeit. Trotzdem ist ein besuch dieser kleinen Stadt bei einer Fahrt durch die Eifel Pflicht.


Ape einparken und ein wenig durch die Gegend wandern...


Zunächst geht es in die Glasbläserei. So einige schöne Stücke stehen hier ja; der überwiegende Teil der angebotenen Artikel aber ist augenscheinlich gezielt für eine ganz bestimmte Personengruppe hergestellt. Viele dieser Schalen, Vasen, Figuren etc. passen wirklich nur zwischen dem Bowle - Service, das man vor 60 Jahren zur Verlobung geschenkt bekommen und das heute immer noch stolz in der Vitrine steht und einer an Hässlichkeit kaum zu überbietenden krüppeligen Orchidee auf der Fensterbank.

Damit man das alles auch los wird, werden die Wackelköppe in Scharen mit Bussen an diesen herrlichen Ort geführt. Die Theorie scheint jedenfalls aufzugehen.


Auch wenn dieser Krimskrams nichts für mich ist, die Arbeit des Machers ist trotzdem bemerkenswert und interessant. Ich schaue ihm eine Weile bei der Herstellung seiner Kunstwerke zu. Kein Teil gleicht dem zweiten, jedes ist individuell.


Neben der Halle mit den gläsernen Artikeln geht es dann in die nächste. Auch hier werden Waren angeboten. Ein festes Sortiment gibt es nicht. Von Allem ist etwas da.


Zu dieser Jahreszeit ist es hier, von der Anzahl der Besucher betrachtet, ziemlich überschaubar.


Ein malerisch herrlicher und geschmackvoll künstlich angelegter Teich im Restaurantbereich unterstreicht noch einmal den Ideenreichtum des Inhabers der besagten Zielgruppe das Geld aus der Tasche zu ziehen.


Lieber einen Gang nach draußen machen und das Wetter sowie die Gegend genießen.


Da es Ende Oktober ist, herrschen natürlich keine 20 Grad mehr. Trotzdem ist es herrlich in dieser bunt gefärbten Natur umherzulaufen. Ein bisschen wärmer anziehen und schon geht es. Hauptsache ist, es bleibt trocken.


Ab geht es in die kleine Stadt.





Halloween steht vor der Tür. Eine aufgebaute Bühne lässt vermuten, dass hier etwas veranstaltet wird.


Ein Besuch im Weihnachtshaus.


Nicht mehr lang und dieser Kitsch ist wieder aktuell...




Es fällt der Entschluss mit der Ape ein bisschen durch die Gegend zu fahren.

Hecken dieser Art gibt es in diesem Landstrich unendlich an der Zahl. Oft sind sie mehrere Meter hoch, haben identische Fensterausschnitte wie das dahinter stehende Haus und wurden in den meisten Fällen vor rund 300 Jahren angepflanzt.


Das Wetter ist gut, herbstlich schön. Die Sonne hat zwar schon ihre Kraft verloren, es ist aber trotzdem nicht kalt. Wichtig ist, dass es nicht regnet, so kann man die Wälder in ihrer herrlichen Farbvielfalt richtig gut genießen.


Als ich diese beiden sehe, bleibe ich kurz stehen. Sie scheinen nicht zu glauben, was sie da grad erblicken und stellen sich zur Sicherheit erst mal tot. Keinen Mucks, keine Regung. Man weiß ja nie...


Kurz vor Widdau, in einer Kurve gelegen, sehe ich am rechten Fahrbahnrand so etwa wie eine Höhle. Ape rechts ran und etwas zurückgehen.


Auf einer Platte vor dem Eingangsbereich wird erklärt, dass es sich hier um die Ölberg- Grotte handelt. Sie wurde 1904 von einem gewissen Pfarrer Hesseler künstlich erdacht und von der umliegenden Bevölkerung erbaut. 30 Fuhren Bruchsteine und 30 Fuhren Sand aus der Rur wurden hierzu beigeschafft.


Ob hässlich oder schön liegt wohl im Auge des Betrachters. Jedenfalls erweckt diese künstliche Höhle Aufsehen.

Zurück in Monschau komme ich oben auf dem Berg an, direkt neben dem Schloss...

... und habe von hier aus einen schönen Blick auf die kleine Stadt.

Dort wieder angekommen, stelle ich die Ape im Parkhaus ab. Hier werde ich auch übernachten.

Die Stadt bereitet sich auf Helloween vor. Einige Häuser sind geschmückt...

... und einige gruselige Menschen laufen mir über den Weg.

Direkt neben der Bühne wird für das leibliche Wohl gesorgt.


Ein paar Stimmungsfotos in der Dunkelheit.




Für so eine kleine Stadt wie Monschau ist dies wohl schon ein richtiges Fest. Blutige Monster führen Gruppen durch die Stadt und erklären deren Geschichte, von irgendwo kommt plötzlich ein Zombie hervor und erschreckt die Leute, überall Friedhofskerzen, Spinnweben, Fledermäuse und alles Mögliche was mit Helloween zu tun hat. Überwiegend ist diese ganze Zeremonie auf Kinder abgestimmt und für die ist es sehr gut gemacht.

Zurück an der Ape geht es in die Waagerechte und der Übergang ins Reich der Träume ist ruckzuck erledigt.

gefahrene Kilometer: 92


Samstag, 29. Oktober 2016

Um 07:00 Uhr beginnt der Tag und ich beschließe ein bisschen in die Stadt zu gehen. Noch wird nichts los sein.

Kurzer Blick auf "meine" Garage.



Dass ich wohl der erste bin, der diesen Weg heute hier geht besagt mir dieser Schein, den jemand verloren hat. Kann mir irgendjemand seine Nummer nennen, bekommt er ihn natürlich. Ansonsten ist das mein Brötchengeld der nächsten Tage.



Kaum zu glauben, aber an den Bier- und Essensständen finde ich noch mehr Geld das Leuten gestern Abend aus deren Portemonnaie gefallen sein muss. Für einen Kaffee zwischendurch reicht es nun also auch noch...



Die Brötchen vom Bäcker sind sehr lecker. Nachdem das übliche Programm abgespult ist, geht es um die Mittagszeit auf in Richtung Heimbach. Die Burg Hengebach ist das nächste Ziel.



Die Burg Hengebach stammt aus dem 11. Jahrhundert und zählt somit zu den ältesten Bauwerken in der Eifel. In ihr befinden sich ein Trauzimmer sowie ein gutes Restaurant.



Ape auf einen Parkplatz abstellen, kurzer Trip durch die Stadt...



... und schon kann man durch das Haupttor in den Innenhof der Burg schreiten. Eintritt ist nicht zu entrichten.





Die Burg wird von der Stadt offensichtlich gut gepflegt.









Vom äußeren Rundgang hat man einen schönen Blick auf die Gegend ringsum.







Steigt man den Turm herauf...







... so hat man eine noch viel bessere Aussicht auf die schöne Natur. Diese Farbenvielfalt des Herbstlaubs kommt auf den Fotos leider nicht so rüber. In Natura ist dies aber absolut faszinierend.





Im Ausgangsbereich - Kunst; oder aber auch Ideen von Kindergartenkindern, die ihrer Fantasie freien Lauf ließen. Beides ist hier möglich.



Nach Besichtigung der Burg geht es dann weiter. Der nächste Boxenstopp soll Bad Münstereifel sein.



Das Wetter ist bestens. Trocken und immer wieder kommt die Sonne hevor.





Hier in Bad Münstereifel war ich schon so einige Male. Interessant ist, dass hier Heino wohnt. Ich parke, wenn ich hier bin, immer direkt an dem Kurhaus wo er wohnt und sein Café hat. Leider habe ich ihn bisher noch nicht persönlich zu Gesicht bekommen.





Der Hunger kommt durch und Gulasch ist angesagt. Mit zwei Flaschen Glühwein und reichlich anderen Gewürzen zubereitet ist man nicht nur satt, man hat auch mächtig einen in der Kirsche.



Rotkohl, Klöße und Glühwein-Gulasch- einem guten Schlaf heute Nacht steht nichts mehr im Weg.



Kurz bevor es in die Waagerechte geht, noch ein kurzer Blick auf das Heino-Café.


Gefahrene Kilometer: 68


Sonntag, 30. Oktober 2016


Um 09:25 Uhr stehe ich auf. Das Wetter ist gut, die Sonne scheint. Gegen die Kälte kann man sich entsprechend anziehen. Die Scheiben der Ape sind gefroren. Gut, dass der Kasten isoliert ist. Dass es so kalt war heute Nacht, davon war innen nichts zu merken.





Heute wird nichts unternommen - Gammeltag.



Montag, 31. Oktober 2016

Wäre es nicht Herbst und schon ein wenig kälter, man könnte beim Blick auf den Himmel meinen, dass Hochsommer sei. Strahlend blau und fast wolkenlos zeigt er sich.




Heute geht es nach Hümmel zum dortigen Ruheforst.



Unterwegs, an einem Friedhof, werden die Wasserkanister gefüllt.







Ruheforst ist gleichbedeutend mit einem Friedhof.



Der Unterschied zu einem "normalen" Friedhof ist, dass die Gräber hier nicht sofort erkennbar sind. Es gibt weder Grabsteine noch Einfassungen. Die Asche einer/s Verstorbenen wird in einer biologisch abbaubaren Urne in unmittelbarer Nähe eines Baumes in die Erde gesetzt. 

Seinen "Wunschbaum" kann man sich schon zu Lebzeiten aussuchen. Der einzige Hinweis für Fremde, wer hier nun bestattet ist liegt darin, dass am Baum eine kleine Metallplatte mit dem Namen der/s Verstorbenen geschraubt ist.


Blumen und Kerzen dürfen aus Umweltgründen nicht an der Grabstätte abgelegt werden. Hierzu gibt es am Eingangsbereich eine entsprechende Möglichkeit.



Auf den ersten Blick sieht der Wald hier aus wie jeder andere.





Vom Ruheforst in Hümmel geht es weiter nach Hillesheim.



Schade, das Kriminalhaus ist geschlossen. Laut Angaben im Internet müsste es geöffnet haben. Pech gehabt...



Dafür hat das Krimihotel geöffnet.



Jedes zu mietende Zimmer ist hier anders eingerichtet; und zwar themenbezogen zu einem Film oder Buch. Für Interessierte ganz bestimmt eine spannende Sache.



Die anderen Räumlichkeiten und das Restaurant des Krimihotels sind im vornehmen, britischen Stil gehalten.







Gegen Abend geht es weiter nach Gerolstein. Morgen steht die Kasselburg auf dem Programm. Das, was mich hier besonders interessiert, sind Wölfe die hier ganz natürlich leben können.



Nachdem flott eine Schlafstelle gefunden ist, geht es in die Stadt. Heute ist Helloween - aber nicht in Gerolstein.



Die Stadt ist mehr oder weniger tot ! Nichts los hier.





Es gibt doch noch eine geöffnete Gaststätte. Ein Bierchen muss drin sein...

Was man hier unter Helloween versteht, erschließt sich mir nicht so richtig. Eine seltsame, stumme Figur läuft die ganze Zeit von einer Ecke zur nächsten und meint irgendwelche Plastikspinnen und kleine Fledermäuse völlig planlos irgendwo hinhängen zu müssen. Ich tippe auf den Wirt, bin mir aber nicht wirklich sicher.

Eine völlig abgenutzte, mit Fratzen bebilderte Folie welche die Thelke schmückt, soll wohl ein bisschen schaurig wirken. Tatsache ist, dass dieser olle Lappen einfach nur peinlich wirkt.



Am Tisch nebenan, Karten spielende Vampire. Irgendeiner von denen nennt eine Zahl, ein anderer grunzt als Antwort. Sätze fallen keine. Dann werden die Karten in einer nicht erkennbaren Reihenfolge mittig auf den Tisch geworfen. Hat keiner mehr Karten in der Hand, dann wird kurz gegrunzt, die Karten werden gemischt und neu verteilt. Das Spiel beginnt von vorn... Welchen Sinn diese ganze Aktion hat - keine Ahnung. Ich blicke hier nicht durch.



Wenn schon der Schmuck für Helloween in die Hose gegangen ist, mit der Verschönerung der Gaststätte durch reichhaltige, prächtige Bepflanzung hat es aber bestens geklappt !




Zwei Bier und ich habe genug gesehen. Es geht ab ins Bett. Wie viele Kilometer ich heute gefahren bin, habe ich vergessen zu notieren. Die Horror-Gaststätte hat ihre Wirkung nicht verfehlt. 



Dienstag, 01. November 2016


Um 07:00 Uhr ist der Tag vorbei. Die Nacht war sehr ruhig. Gerolstein soll wohl eine Stadt sein, vom Leben dort aber erscheint es mir eher wie ein Dorf. Auch jetzt am Morgen ist hier nichts los.




Da das Wetter so schön ist, fahre ich ein wenig durch die Gegend. Vielleicht finde ich ja einen Bäcker und kann frische Brötchen holen. Eines sei vorweggenommen, die Bäckereien haben hier um 07:00 Uhr noch geschlossen. Letztendlich kaufe ich die Brötchen an einer ARAL-Tankstelle. Sie schmecken erstaunlicherweise sehr gut.




Im Nachhinein betrachtet ist es gut, dass Bäcker in dieser Region Langschläfer sind. So fahre ich schön durch die Gegend und kann teilhaben am Aufgang des Tages mit seiner ganzen Schönheit der Natur.



Einfach herrlich, wenn der Nebel sich am Boden absetzt, dort alles in einen Schleier verhüllt und die Sonne darüber die Herbstfarben zum Leuchten bringt...



Da kann man auch schon mal einfach rechts ranfahren und schauen. Ist ja sowieso keiner unterwegs.







Letztendlich fahre ich auf den Parkplatz des Adler- und Wolfparks der Kasselburg von Gerolstein. Erst mal in Ruhe frühstücken.


Beim Frühstück kommt ein Mann vorbei, der seinen Hund ausführt und mein Fahrzeug sehr interessant findet. Wir kommen ins Gespräch...

Er erzählt, dass vor vielen Jahren irgendwelche unverschämten Menschen den Zaun zu den Wölfen zerschnitten, so dass diese ungehindert in die freie Natur laufen konnten. Der gesamte Bereich war schnell übersät mit Fahrzeugen und Menschen der Presse, die aus diesem Vorfall ein riesiges Spektakel machten. Bei seiner Erzählung erinnere ich mich schwach daran, dass da mal irgendwas in diese Richtung war.

Es wurde damals berichtet über reißende Bestien, die sich nun in dieser Gegend blütrünstig herumtreiben; über Eltern die Angst um ihre Kinder haben, wenn sie zur Schule müssen; über Anwohner die sich nicht trauten einen Schritt vor die Tür zu wagen; über verrammelte Fenster und Türen, und und und....

Der böse, böse Wolf trieb sich nun hier herum und bedrohte die Menschen, die hier wohnen. Menschen mit Gewehren, die Spaß haben am Töten eines hilflosen Tieres, fanden sich zu Scharen ein. Vielleicht könnten sie ja der Retter in der Not sein.

Ein Palava, Lügen und eine Dramatik ohne Ende. Das Problem war nur, die Wölfe bekam niemand zu sehen ! Sie waren gar nicht da ! Keine Kamera konnte auch nur eines dieser blutrünstigen Monster einfangen. Aufruhr umsonst ...

Was niemand berichtete war die Tatsache, wie der Wolf tatsächlich ist. Die Geschichten, die heute noch über ihn erzählt werden, stammen zum großen Teil aus dem Mittelalter und sind mit keiner Silbe wahr. Der Wolf ist eines der scheuesten und friedlichsten Tiere die es überhaupt gibt. Der Mensch wird von ihm beobachtet und gemieden, der Wolf hat Angst. Es ist möglich, dass er in der Nähe von Menschen lebt und diese ihn nie zu Gesicht bekommen. Er hält sich immer zurück im Verborgenen. Angst vor dem Wolf ist völlig unnötig. Wenn einer Angst hat, dann er.

Schön ist es, dass der Wolf sich so langsam wieder in Deutschland ansiedelt. Das Problem des Wolfs aber ist es, dass es genug Spinner gibt die gegen ihn hetzen, ihn als die mordende Waffe hinstellen. Der Mensch ist nun mal das dümmste Tier welches auf der Welt lebt und er verlangt immer, dass andere Wesen sich ihm anzupassen haben. Der Wolf aber ist reine Natur der nur dann tötet, wenn er Hunger hat. Er tötet zum Überleben und nicht wie diese mordlustigen, selbst ernannten Naturschützer "Jäger", die Spaß daran haben ein Tier mit einem Schuss zu richten. Das sind auch die, die am meisten gegen die Wölfe hetzen. Es ist ja mal etwas ganz anderes an Stelle eines Kaninchen, Reh oder Wildschwein einen Wolf zu töten. Das wird der einzige Grund sein, warum sie gegen dieses extrem scheue Tier alle möglichen Geschichten erfinden und sich dabei selbst belügen.

Was wäre es doch herrlich, feige aus dem Hinterhalt, so am frühen Morgen, heldenhaft einen vorbeistreifenden Wolf mit der Waffe niederzuschießen. Ich kann diese Art von Menschen nicht verstehen und ich möchte es auch nicht...

Schade, dass Tiere nicht reden können. Ich möchte mir gar nicht vorstellen für wie idiotisch und rücksichtslos die uns Menschen halten. Natur klappt nur solang der Mensch sich raushält. Auch der Bestand der Tierrassen wird von der Natur allein geregelt. Ein Wolf trägt ganz erheblich zum Gleichgewicht bei. Die Natur braucht keine mordlustigen Monster, die sowieso keine Ahnung von Natur haben, es aber meinen und von sich behaupten. Ihr seid einfach nur peinlich und ein Grund sich als Mensch vor den Tieren schämen zu müssen... .



Der Eingangsbereich





Vorzufinden sind hier viele Arten von Greifvögel, deren Vorführung aber mit dem 31. Oktober endet. Ich bin dafür also einen Tag zu spät, was mich aber nicht weiter stört. Mich interessieren die Wölfe viel mehr.




Je größer das Tier, desto größer das Gehege. Die Tiere werden hier wirklich pfleglich behandelt. Artgerecht kann ein Tier in einer Umzäunung aber leider nie gehalten werden. Die Natur kennt keine Zäune... Man gibt sich hier aber sichtlich Mühe.



Das Gehege der Polarwölfe





Bei der späteren Fütterung erfährt der Besucher, dass in diesem großen Gehege nur diese beiden Wölfe leben - ein Pärchen. Man hofft auf Nachwuchs in 2017.



Sich hinstellen und die beiden beobachten - einfach herrlich. Wenn sie laufen wirkt das immer so leichtfüßig und majestätisch. Bei einem Schäferhund, der ihm sehr ähnlich sieht, wirkt das Laufen dagegen sehr plump.

Die beiden sehen richtig drollig aus. Bis an den Zaun kommen sie leider nicht, die Angst vor dem Mensch ist dann doch viel zu groß.




So richtig interessant wird es dann bei der Fütterung. Obwohl die Wölfe zumindest die Angestellten des Parks kennen müssten, da sie von denen täglich gefüttert werden, ist bei den Tieren eine unvorstellbare Scheu vorhanden. Sie sehen das Fleisch, auf das sie sich am liebsten stürzen möchten. Daneben steht aber immer noch dieser Mensch, vor dem sie eine unheimliche Scheu haben. Sie nähern sich ihm, sobald er aber auch nur die kleinste Bewegung macht, laufen sie davon.

Die beiden Wölfe sind derart aufgeregt, dass sie keine Sekunde an einer Stelle stehen können. Sie bewegen sich die ganze Zeit in dem großen Gehege von einer Stelle zur nächsten. Der Angestellte erklärt dem Besucher das Tier Wolf, dessen Verhalten und insbesondere natürlich diese beiden Polarwölfe.

Die Wölfe in diesem Park bekommen täglich pro Tier 1 kg Fleisch. Das ist bedeutend mehr als sie draußen in freier Wildbahn zur Verfügung haben. Denn, nicht jede Jagd ist erfolgreich. Die Wölfe in diesem Park sind absolut sich selbst überlassen, der Mensch greift nicht ein.

Während er erzählt, drehen die Wölfe bald am Rad. Der Hunger treibt sie immer wieder in die Nähe des Fleisches, die Scheu vor dem Menschen aber auch sofort wieder davon.

Gegen einen Unkostenbeitrag von 10 Euro hat der Besucher die Möglichkeit, zusammen mit dem Angestellten, in das Wolfgehege zu gehen. Ich wähle diese Option. Was mich ein wenig ärgert ist, ein kleiner Elektrozaun befindet sich zwischen den Wölfen und mich. Er ist zwar nicht nötig, aber unbedingte Vorschrift. Manche Vorschriften sind wirklich erbärmlich ! Ich hätte es gut gefunden, wenn er nicht vorhanden gewesen wäre. Angst vor den Tieren habe ich nicht. Obwohl ich Wölfen noch nie so nahe gekommen bin, sie laufen höchstens in einem Abstand von drei bis vier Metern an mir vorbei, verspüre ich nicht die geringste Furcht. Der kleinsten menschlichen Bewegung folgt sofort eine Ausweichbewegung des Wolfs. Auch wenn es den Anschein hat, dass sie mich gerade nicht im Auge haben - das täuscht. Absolut gar nichts entgeht ihrer Aufmerksamkeit. Wenn man diese beiden so sieht, dann versteht man völlig, dass der Mensch unbedingt den Hund als Freund haben wollte. Warum aber der Wolf heute immer noch als so ein böses und wildes Tier abgestempelt wird, ich kann es nicht verstehen.

Dann werden die zwei Kilogramm Fleisch von dem Angestellten, der die gesamte Zeit hinter dem Elektrozaun im Gehege bei den Wölfen steht, weit weg von ihm auf den Boden geworfen und sofort stürzen sich die beiden Tiere darauf. Es wird ins Maul gestopft was reinpasst. Der Futterneid kommt sofort durch. Zuschnappen, nachgreifen, nochmal zuschnappen. Dann laufen beide Tiere in verschiedene Richtungen und beginnen die "Beute" zu verschlingen. Dabei wird der Artgenosse keine Sekunde aus dem Auge gelassen. Schnell ist alles verschlungen. Nachgereicht wird nichts, das war´s ! Wer heute zu wenig hatte muss zusehen, dass er morgen mehr bekommt. So hat es die Natur eingerichtet und so wird es auch im Park eingehalten.

Bis zu Fütterung der Timba- Wölfe, einer anderen Unterart, ist noch ein wenig Zeit. Ich drehe eine Runde durch den Park, es gibt ja noch andere Tiere hier.

Das Wildschweingehege, welches riesig groß ist, ist genauso artgerecht angelegt wie die vielen anderen Gehege. Die Schweine können hier wühlen, toben, laufen, sich verstecken.



Von einer hölzernen Empore aus kann man den Tieren von oben zuschauen. Hier befinde ich mich gerade oberhalb des Teilbereichs, den nur die jungen Wildschweine betreten können. Rechts auf dem Foto sind Gitterstäbe zu erkennen, durch welche die Tiere laufen. Wer zu groß ist, kommt hier nicht rein. So bekommen auch die Jungtiere genug Futter und die Alten fressen ihnen nicht alles vor der Nase weg. In der Natur überleben halt immer nur die Stärksten, in diesem Park alle...



Zwischendurch ein Blick vom Rehgehege auf die Kasselburg bei allerschönstem Wetter.



Ziegen und Hühner in einem riesigen Gehege. Während die einen scharren können ohne Ende, können die anderen nach Lust und Laune klettern.





Die Burg selbst kann man natürlich auch betreten.



Allerdings ist hier nur der Turm intakt. Die Gebäude innerhalb der Mauern sind nur noch andeutungsweise vorhanden.



Hier sind teilweise die Greifvögel in ihren Volieren untergebracht.









So eine Eule ist ein verdammt großer Vogel. Wer drei Euro spendet, was komplett den Tieren zugute kommt, bekommt einen speziellen Arm- / Handschutz angezogen und darf das Tier tragen. Trotz dieser gewaltigen Größe wiegt das Tier nur 900 Gramm.



Eine eingerichtete Kapelle in einem fensterlosen Nebenraum. Augenscheinlich hat man es nur gemacht, um dem Raum etwas Besonderes zu geben. Sie wirkt ein wenig künstlich. Zur aktiven Zeit der Burg wird hier wohl etwas Anderes gewesen sein.

I





Der Aufstieg zum Turm.





Oben angekommen - ein herrlicher Ausblick auf die Landschaft drumrum. Von hier kann man auch sehr schön die enorme Größe der einzelnen Gehege sehen.





Was wohl sehr zeitnah liegt ist die Fütterung der Timba-Wölfe. Die Tiere spüren es mit ihrer inneren Uhr. Schaurig und faszinierend schön melden sie sich schon mal vorab - mit ihrem typischen Geheul. Noch nie habe ich so etwas zuvor gehört. Jetzt noch nachts und Vollmond, das wäre ein absoluter Traum !



Als ich in Richtung des Geheges komme, zeigen sich die Wölfe. Vorhin bin ich hier auch dran vorbeigelaufen, da war kein Wolf zu sehen. Irgendwo im Dickicht hielten sie sich versteckt. Wenngleich ich sie auch nicht sah, sie werden mich aber garantiert bemerkt haben.




Die Timba- Wölfe haben ein völlig anderes Erscheinungsbild als die beiden Polarwölfe. Schwarzes Fell, helle Augen. Wenn die einen anschauen, da bekommt man schon ein wenig Furcht. Insgesamt befinden sich acht dieser Tiere in diesem Gehege. Ich bin gespannt, wie die Fütterung hier ablaufen wird. Bei so einer großen Anzahl kann es eigentlich nur noch spannender sein.

Die Tierpflegerin nähert sich mit einer Schubkarre voll Fleisch. Hektik unter den Wölfen !



Während die Angestellte über den Wolf; hier insbesondere über Rangordnung des Einzelnen und Verhalten / Aufgaben in einem Rudel erklärt, laufen die Wölfe absolut angespannt durch das Gehege. Dieser federnde Schritt ist immer wieder faszinierend. Man braucht zuvor keine Ahnung von der Ordnung in einem Rudel zu haben; wer hier das Sagen hat, wer in der Mitte und wer am Ende der Rangordnung steht - man spürt und sieht es ganz deutlich.

Die Position des Leitwolfs teilen sich hier zwei Wölfe. Es ist ein Pärchen. Die direkt darunter Angeordneten befinden sich immer in unmittelbarer Nähe des Paares, aber mit deutlichem Abstand zur Schubkarre mit den verführerischen Leckerbissen. Halbkreisförmig aufgebaut befindet sich der Rest des Rudels um die Beute. Bis auf einen Wolf, er ist wohl der Döspaddel des gesamten Rudels. Er liegt ganz weit abgeschlagen vom Rudel und schaut dem Treiben seiner Kameraden zu. In deren Nähe darf er nicht kommen. Wagt er es, so ist ein sofortiges Knurren der anderen vernehmbar. Er ist auch der augenscheinlich schwächste unter den Tieren. Im Vergleich zu den beiden Leitwölfen wirkt er schon fast zierlich und unterernährt. Dass die beiden sich wohl immer die größten und besten Happen herausfischen, das ist deutlich sichtbar.

Die Tierpflegerin erklärt, dass die Position die jeder Wolf in diesem Rudel hat, nicht festgeschrieben ist. Im nächsten Jahr kann es schon ganz anders aussehen. Die Vergabe der Jobs im Rudel wird jährlich neu
gewürfelt. Es kann dann durchaus vorkommen, dass der Döspaddel plötzlich Leitwolf ist und der Leitwolf ist plötzlich der Rangniedrigste.

Auch wenn er der Abgeschlagenste in seiner Rangordnung ist, seine Position ist trotzdem eine sehr wichtige. In freier Wildbahn ist er derjenige, der für Ruhe im Rudel sorgt. Er schlichtet Streit, passt auf die Jungwölfe auf wenn alle anderen jagen sind und sorgt für den gesamten sozialen Frieden im Rudel. Er ist derjenige der offensichtlich der mit voller Absicht körperlich Schwächste ist. Er kann nicht mit zur Jagd. Die Kondition hat er gar nicht. Er ist einfach der Prellbock für alles. Würde es ihn nicht geben, könnte sich ein ganzes Rudel selbst zerschlagen.

Die Tiere bekommen hier mit voller Absicht nicht vom Metzger lecker zubereitete Fleischstücke. Das würde der Gesundheit der Tiere schaden. Die Schlachtabfälle die sie bekommen, erhalten ihre völlige Natürlichkeit; also Knochen ebenso wie das Fell des geschlachteten Tieres. Lebendfütterung ist in Deutschland verboten, wäre für die Tiere aber das Natürlichste.

Die Wölfe verschlingen alles, nichts bleibt übrig. Das gefressene Fell reinigt sowohl Magen als auch Darm und lässt erst gar keine Würmer und sonstige Parasiten und Krankheiten aufkommen. Die Tiere werden hier völlig der Natur überlassen, der Mensch greift nicht ein. Ist ein Tier dem Sterben nahe, dann muss es halt verenden. Kein Tierarzt würde das Tier betäuben, aus dem Gehege holen und dann versorgen. Würde man das dann gesundete Tier wieder einsetzen, das Rudel würde den Geheilten auf der Stelle töten. Dass dem Kameraden geholfen wurde, das verstehen die Wölfe ja nicht. Für sie zählt nur deren Instinkt - wer ein Mal das Rudel verlassen hat, der darf niemals wieder zurückkehren. Wagt er es trotzdem, dann wird er sofort von allen gemeinschaftlich getötet. Eine für den Menchen sehr brutal scheinende Methode. Nur so aber kann ein Rudel gesund und vor allem gemeinsam überleben. Der Ausreißer könnte eine Krankheit einschleppen, die das gesamte Rudel ausrotten könnte. Ein beispielhafter Zusammenhalt, wie er auch bei den Ur-Menschen vorhanden war. Heute ist leider eher das Gegenteil der Fall. So schlau wie ein Tier ist der Mensch schon lang nicht mehr. Er tötet aus Spaß und versteht es bestens seinen Lebensraum und die eigene Rasse langsam aber stetig zu vernichten.



Als die Schubkarre mit dem Fleischstücken von der Angestellten ausgeschüttet wird traut sich immer noch kein Wolf an die Beute. Obwohl sie acht Wölfe sind und mit Leichtigkeit die Tierpflegerin angreifen könnten, um an das Fleisch zu kommen, traut sich niemand auch nur ein wenig in deren Nähe zu kommen. Zu groß ist die Angst vor dem Mensch.

Der Mensch zählt für den Wolf nicht zu den Beutetieren, sondern zu den Respekt einflößenden Tieren und deshalb braucht man als Mensch keine Angst vor diesen schönen Tieren zu haben.

Als sich dieser Mensch allerdings von der Beute entfernt, da geht die Post so richtig ab ! Zuerst schnappen sich natürlich die beiden Leittiere die größten und leckersten Stücke. Die in Position dahinter Befindlichen möchten auch, dürfen aber nicht. Sie zucken vor und schrecken sofort wieder zurück. Ein tief grollendes Knurren der beiden Chefs ist so Furcht einflößend, da lässt man lieber erst mal die Finger vom Fleisch !

Die beiden verschwinden mit ihrer Beute und sofort wird nachgerückt. Ein Tier nach dem anderen holt sich das was es gerade noch tragen kann und verschwindet irgendwo in dieses Gehege. Viel liegt nicht mehr da. Das Beste und Leckerste ist sowieso schon weg. Offensichtlich liegt da noch die Luft- oder Speiseröhre des geschlachteten Tieres und ein paar kleine Stücke, die die anderen in ihrer Hektik verloren haben - das alles darf sich dann der Döspaddel schnappen !



Als Zuschauer hat man die Möglichkeit dem ganzen Treiben von einem Holzsteg aus zuzusehen, der in das Gehege ragt. Monsieur Döspaddel macht es sich genau an diesem Holzsteg mit seiner erbärmlichen Beute gemütlich und frisst, genau unterhalb dort wo ich stehe.



Wenn man so das obere und das untere Foto vergleicht...
Doofer Blick gegen gelernte Aufmerksamkeit, ein Nichtskönner gegen einen Tausendsassa. Den Rang des Döspaddels hat dieser Wolf sich wirklich redlich verdient ! :))

Für einen Rollentausch muss er noch viel lernen. Er hat ein Jahr Zeit...



Zurückgekehrt zur Ape gibt es erst mal einen frisch aufgebrühten Kaffee.



Die Fahrt geht nun in Richtung Irrel weiter.



Die schöne Natur bei ca. 35 km/h genießend und mit faszinierenden Gedanken an die Wölfe geht es Kilometer für Kilometer immer weiter.



Gegen Abend ist Irrel erreicht. Da ich keine Lust auf Eigenversorgung habe, wird ein Grieche aufgesucht. Der Koch war wohl in einem früheren Leben Maler und Bildhauer. Wie kommt man ansonsten darauf aus einem wirklich leckeren Essen so einen verspielten Kram zu machen ? Das Essen ein wenig dekorativ zu gestalten ist ja schön. Das hier aber wirkt eher so, als ob der Koch soeben eingeschult wurde...

So wenig Ahnung er von dekorativen Tellern hat, so gut versteht er aber seine Kochkunst. Jeder Bissen ist ein absoluter Genuss.



Nachdem das Gemälde verspeist ist, suche ich das Parkhaus am Einkaufszentrum auf. Hier habe ich schon mal übernachtet. Trocken, ruhig und ungestört.


Mittwoch, 02. November 2016

Es ist 07:00 Uhr, Zeit zum Aufstehen. Die Nacht war sehr ruhig. Nichts und niemand hat den Schlaf gestört.



Als es hell ist, erst mal eine Dusche nehmen. Nicht nur die Dusche macht wach, auch die Außentemperatur. Das Gesamtpaket ist sehr erfrischend.



Zigeuner auf Reisen...



Der Himmel sieht sehr vielversprechend aus. Nur ganz wenige Wolken, ansonsten ein schönes Blau. Gefrühstückt wird heute beim Bäcker. Nicht nur, dass es dort sehr gemütlich und lecker ist, es ist auch angenehm warm dort.



Es geht nun nach Ferschweiler, zu der dortigen "Teufelsschlucht".





Zunächst läuft man ein ganzes Stück durch den Wald...



... und plötzlich steht man vor einer Landschaft, die man hier nie vermutet hätte. Felsen und Schluchten in den bizarrsten Formen.





Die oft sichtbaren Wurzeln der Bäume schlingen sich an vielen Stellen um die Felsen herum.



Im Boden eingelassene Infotafel zur Teufelsschlucht.





Die Höhe dieser Felsen kommt auf den Fotos leider nicht so rüber.



Unendlich viele, gut gekennzeichnete Wege, führen durch die Schlucht. Manchmal hat man auch einen riesigen Steinbrocken, unter den man durchlaufen muss, über sich. Das Ding wird viele Tonnen wiegen. Seit der Eiszeit liegt er wohl schon dort oben, warum sollte er also gerade heute runterfallen ? Augen zu und durch...





Der Durchlass ist etwas über zwei Meter hoch, der Felsen gigantisch und erdrückend.



Mit der Zeit verliert man die Befürchtung, dass etwas passieren könnte, wenn man unter so einem riesigen Brocken herläuft. Man gewöhnt sich dran...



Die Felsen sind teilweise so hoch, dass durch den oben liegenden Spalt das Sonnenlicht gar nicht richtig hier unten ankommt. Es ist kalt, feucht und ein bisschen finster.



Schön zu erkennen die Schichtung über Millionen Jahre.





Die Felsen haben an vielen Stellen die seltsamsten Formen.







Grantiert originale Malereien aus der Eiszeit.







Weiter geht es nun nach Manderscheid. Dort soll es eine sehr schöne Burg zu besichtigen geben.





Es geht durch kleine Dörfer...





... und schöne, bewaldete Gegend.





Unter Manderscheid habe ich mir immer eine Stadt vorgestellt. Tatsächlich ist es aber eher eine Kleinstadt mit Dorfcharakter.







Blick auf die Burg ...





Das einzig geparkte Fahrzeug. Der Verdacht liegt nahe, die Burg ist zu. Bestätigt sich leider... schade !



Das Burg-Café gegenüber hat aber geöffnet und der Kaffee schmeckt sehr gut.





Weiter geht es nun nach Cochem.



Traumhafte Gegend bei tollem Wetter mit sehr schönen, herbstlichen Farben überall.



Angekommen stelle ich fest, mein Parkplatz ist frei ! Ape abstellen und noch ein bisschen in die Stadt gehen. Abends wird noch eine leckere Pizza verdrückt und dann geht es ab ins Bett...




Donnerstag, 03. November 2016


Kurz nach 07:00 Uhr ist es Zeit aus den Federn zu springen. Der Himmel ist zu. Dichter Nebel über Cochem.




Morgens ist in Cochem noch nichts los.



Irgendwie sieht es aber schön aus. Die herbstlichen Farben, dazu der tief liegende Nebel. Stellenweise ist die andere Seite der Mosel schwer zu erkennen.



Es geht durch so einige Dörfer. Ziel ist zunächst die Burg Pyrmont.





Plötzlich bricht der Himmel auf und es sieht fast sommerlich aus.



Einsam zieht die Ape ihren Weg ...



Es geht zum Teil durch richtig alte Dörfer mit engen Gassen. Immer noch breit genug für mich. :)







Da ist sie - die Burg Pyrmont.



Noch kurz einen holprigen Weg hoch...



... die Ape auf einen angrenzenden Parkplatz abgestellt und die Aussicht auf die Burg genießen. Ein Herr von weit über 80 Jahren der vorbeikommt erklärt, dass die Burg nicht zu besichtigen ist, da sie seit längerer Zeit im Privatbesitz sei. Nur an ganz wenigen Tagen im Sommer öffnet der neue Besitzer sie für die Öffentlichkeit. Genau das wollte ich eigentlich nicht hören ! 



Egal nun ! Das Wetter ist gut und durch die Sonne ist es angenehm warm. Ich habe Hunger ! Brot ist nicht mehr da. Auf den Weg hierhin gab es keinen Bäcker. Was also essen ? Ich habe noch Reibekuchenteig da. Normalerweise würde ich so ein Zeugs nicht essen. Es ist Teig aus dem Eimer. Mein Magen aber sagt mir, dass er nach etwas verlangt.

Gaskocher raus, Pfanne drauf, Fett rein und dann löffelweise diesen schmierigen Kleister reinschmeißen.




Das sieht nicht nur aus wie schon mal verdaut, es schmeckt auch so !



Vitaminreich und sehr schmackhaft wie alle Fertigprodukte, würge ich mir eine Gabel nach der anderen widerwillig rein. Diese Pratsche aus zermatschten Kartoffelnstiften und alten Kleister ist ein wahrer Genuss. Ein paar von den Dingern, mit reichlich Cola als Getränk, esse ich und dann reicht es mir. Die Cola hat meinen Magen befriedigt, die Reibekuchen liegen im Magen wie Steine. Den Rest dieser vorzüglichen Kost schmeiße ich in die Büsche. Sollen sich die Ratten den Magen mit dieser Leckerei verstimmen, Ich habe genug davon. Hätte ich mal besser gehungert ! Mir ist schlecht....




Das nächste Ziel soll die Stadt Adenau werden.



Zunächst geht es quer durch sämtliche Dörfer der Eifel.





Hinter einer Kurve taucht plötzlich ein Schloss auf, das durch sein Erscheinungsblid zum Verweilen anregt.





Ein recht kleiner Park grenzt an das Schloss. Da man ihn vom Parkplatz komplett übersehen kann, lohnt sich ein näheres Anschauen nicht.





Rechts im Bild das Eingangstor.



Das nächste Eingangstor...





Man geht praktisch zunächst unter das Schloss, ...



... um dann im Innenhof zu landen.







Die Küche befindet sich draußen unter einem offenen, überdachten Bogen.





Die Besichtigung des Sclosses ist sehr interessant. Leider darf man im Inneren nicht fotografieren. Die Fahrt geht weiter ...



Kurz nach rechts abbiegen, zum Waldsee Rieden. Mal schauen, was sich da so zeigt.



Schöner See, gut gelegen, durch das Herbstlaub tolle Optik. Das war´s aber auch schon.



Obwohl es bewölkt ist, es bleibt glücklicherweise trocken.





Nach 1.5 Stunden gemütlicher Fahrt, einigen kleinen Pausen zum Gegend betrachten, ist Adenau erreicht. 





Schöne, zum Teil alte aber gut gepflegte Häuser, schmücken das Stadtbild.













Hier wird es am Abend eine Pizza geben. Vom Geschmack her kommt sie fast an die Pizza aus meinem eigen konstruierten Pizzaofen. Aber nur fast. Vielleicht ist sie aber doch ein wenig besser, aber nicht viel besser. Man kann sie aber essen - beide.



Ein Schlafplatz für meine Ape ist schnell gefunden.




Freitag, 04. November 2016

Nach einer guten Nacht geht es am frühen Morgen schon zurück in Richtung Heimat.









Wieder ist eine wunderschöne Tour mit der Ape an ihrem Ende angelangt. Meine Biene hat mich sehr zuverlässig über eine Strecke von 1.151 Kilometer begleitet.